Als die Kölner von Alex gefragt wurden, ob sie auf dem Ruhrpott Rodeo spielen möchten, hatten sie gerade mal einen Song veröffentlicht. Mit wie viel Aufregung die sympathischen Indie-Punx von BLENDEN ihrem Auftritt nun entgegenblicken und auf welche drei Dinge sie bei einem Festival nicht verzichten können, haben sie uns im Interview verraten.


Foto: A. Jaeckle

Ihr seid BLENDEN aus Köln und gerade ist eure gleichnamige Debüt-EP erschienen. Wer seid ihr eigentlich und wie ist es zu dem Bandvorhaben gekommen?
Thorsten:
Im Grunde begann es, als ich mit Mathias ein paar Songs, die ich ursprünglich für meine andere Band „ddp“ (Der Dicke Polizist) konzipiert hatte, auf der Akustikgitarre einübte. Mathias, der schon eh und je mit Philipp und Tobi im Rahmen eines Musiker-Kollektivs namens „theOrt“ musizierte, schlug schließlich vor, den Songs eine Bandebene zu geben. Also begleitete ich ihn zu den anderen, um zu sehen, was passiert. Rückblickend ist an diesem Tag BLENDEN geboren.

Mathias: Thorsten kam in den Ort, als wir gerade das Gefühl hatten, dass die Songwriter-Folk-Sachen nicht mehr so ganz das waren, auf das Philipp und ich Bock hatten. Wir wollten mal wieder etwas Lauteres machen. Daher passte es gerade gut.

Indie-Pop-Punk

Entgegen eurer Wurzeln klingt der neue Sound recht turbostaatig. Wo ordnet ihr euch selbst ein und wer wird Freude an eurer Musik haben?
Thorsten:
Turbostaat stehen meines Erachtens für eine Genrerichtung innerhalb des Punkrocks, welche als modern und neuartig bezeichnet werden kann und die Überschneidung zum Indie anzeigt. Wir wollen Musik schaffen, die in den Ohren, aber vor allem in den Köpfen bleibt. Unser Sound spricht das Indie- und Poppergehör ebenso wie das der Punker an.
Tobias: Und das klingt dann vor allem nach BLENDEN. Vielleicht ist es diese Mischung aus Indie und Punk und der Wille zu Melodie, was an Turbostaat erinnert.
Philipp: In unserer Band gibt es sehr vielfältige musikalische Einflüsse, deren Summe uns ausmacht. Ebenso der Drang, uns mit Hilfe von Songs auszudrücken sowie der Spaß an Auftritten.

Im Juli werdet ihr euren bisher größten Auftritt auf dem Ruhrpott Rodeo spielen. Wie habt ihr auf die Bestätigung reagiert?
Mathias:
Das haben wir unserem Song „Für immer“ zu verdanken.

Thorsten: Alex hat sich aufgrund des Videos zu dem Song bei mir gemeldet. Er war begeistert und hat uns deshalb diesen Slot ermöglicht.
Philipp: Als die Sache mit dem Auftritt feststand, hatten wir erst diesen einen Song veröffentlicht. Dementsprechend war die Aufregung schon groß!

Festival-Must-Haves

Was ist das Besondere an einem solchen Festival-Auftritt und worauf freut ihr euch am meisten?
Tobias:
Wir haben schon immer davon geträumt, mal auf einem größeren Festival zu spielen. Dass es dann direkt das Ruhrpott Rodeo geworden ist, ist schon Wahnsinn. Das wird definitiv eines der Highlights unseres Jahres. Sick Of It All waren übrigens mein erstes Konzert, daher freue ich mich auf die besonders. Das Festival ist aber insgesamt sehr gut besetzt.
Philipp: Ich freue mich vor allem auf Baboon Show, Antilopen Gang, Feine Sahne Fischfilet und Pascow.

Welche drei Dinge dürfen in keinem Festival-Rucksack fehlen?
Philipp:
Bei mir wären das glaube ich Wasser, Zahnbürste und Kopfschmerztabletten. Ich habe gehört, es soll diesen Sommer sehr heiß werden.
Tobias: Dito, daher würde ich die Zahnbürste gegebenenfalls gegen Sonnencreme eintauschen.
Mathias: Mein Haus und Hof-Festival ist eigentlich das Summerjam, welches ich schon seit ewigen Zeiten besuche. Jetzt einmal ein Festival von der anderen Seite zu sehen, ist schon ganz schön geil. Ich brauche auf jeden Fall Sonnencreme, Schmerztabletten und eine Sonnenbrille!

 

Interview: Diana Ringelsiep
Die ungekürzte Fassung des Interviews findet ihr auf Dianas Blog urbanlifestyletrash.com