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Und hier ist sie nun, die langersehnte Einteilung der Bands auf die einzelnen Tage. Tagestickets gibts es ab sofort im Shop oben auf dieser Seite und bei eventim. 

Und das Line-up ist noch nicht komplett!!

Es wird der Hammer dieses Jahr!

Man kriegt sie hier zu Lande nicht sehr oft zu sehen deshalb freuen wir uns um so mehr The Toy Dolls beim Rodeo 2018 begrüßen zu dürfen! Ihr letztes Gastspiel bei uns ist mittlerweile 6 Jahre her... das wurde auch mal wieder dringend Zeit! Yeah!!! 

Ihre Klamotten sind vegan, nachhaltig produziert und echte Hingucker. In diesem Jahr wird die Modedesignerin und Labelchefin Liza Sew bereits zum zweiten Mal mit einem Stand auf dem Ruhrpott Rodeo vertreten sein. Im Interview hat sie uns erzählt, wie sie zum Nähen gekommen ist und mit welcher Band sie selbst regelmäßig auf der Bühne steht.

Wie bist du zu deiner Berufung als Punk-Designerin gekommen?
Ich habe mich schon immer individuell gekleidet und mir deshalb auch das Nähen beigebracht. Die Schnitte und fertigen Teile nahmen mit der Zeit Form an und schließlich wurde ich immer öfter gefragt, ob ich „sowas“ auch verkaufe. Also habe ich der Sache einen Namen gegeben, ein Label gegründet und mein Schaffen mit einer Ausbildung zur Mode- und Mediendesignerin professionalisiert. Ich möchte coole Klamotten für coole Leute machen – nachhaltig, vegan und absolut individuell. Ich liebe es, Neues zu kreieren und freue mich unglaublich über das Feedback meiner Kunden – das treibt mich wirklich an! Vor knapp einem Jahr habe ich mich dann von meinem 12m²-Arbeitszimmer verabschiedet und eine Ladenwerkstatt im niederbayerischen Landshut eröffnet. Dort lässt es sich viel besser arbeiten und freitags können die Leute zum Einkaufen und Quatschen vorbeikommen.

Wie entstehen deine Designs und Motive, woher nimmst du deine Ideen?
Mir schwirren so viele Ideen im Kopf herum, doch die Zeit wird wohl nie reichen, um alle in die Tat umzusetzen. Meine Designs folgen mittlerweile einer eigenen Linie. Diese Stilmittel lassen sich in verschiedensten Kleidungsstücken oder Accessoires umsetzen – von der Schnittführung über die Art der Verzierungen bis hin zur Stofflichkeit und Materialität. Bei meinen Shirt-Designs lasse ich mich vor allem von traditionellen Tattoomotiven inspirieren. Zunächst überlege ich mir ein Thema für das Shirt. Dabei werde ich von Dingen beeinflusst, die gerade in der Welt passieren und mich beschäftigen. Dann mache ich ein paar super hässliche Skizzen und fange an, die Idee auszuarbeiten. Das dauert dann ein bisschen, aber kann sich am Ende meist sehen lassen.

Nachhaltig, vegan & einzigartig

Worauf achtest du bei der Produktion deiner Teile besonders?
Ein Kleidungsstück, das man in den gängigen Läden kaufen kann, fliegt für die verschiedenen Fertigungsprozesse um die halbe Welt. Daher ist mir das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig. Zum Beispiel werden meine Reißverschlüsse extra in Deutschland und die Siebdrucke direkt in der eigenen Werkstatt angefertigt. Außerdem verarbeite ich keine Materialien tierischen Ursprungs wie Leder, Seide, tierische Wolle oder Horn. Und ich achte darauf, die Stoffe aus zertifizierten Färbereien zu beziehen. Viele merken gar nicht, dass das Leder meiner Portemonnaies oder Gitarrengurte nicht „echt“ ist. Die Hauptsache ist doch, dass die Teile was aushalten und eine schöne Haptik haben – daher bevorzuge ich schöne schwere Stoffe. Ich möchte Lieblingsteile anbieten, fernab von Mainstream und Massenproduktion. Meine Teile sind von Grund auf handgefertigt und in jedem einzelnen steckt eine Menge Liebe zum Detail.

Welche Rolle spielt Punk in deinem Leben?
Ich bin schon immer so gewesen wie ich bin. Im Kindergarten war ich zwischen 30 Prinzessinnen das einzige Cowgirl und schon in der Grundschule habe ich angefangen, Punkrock zu hören. Ich liebe es, auf kleine Konzerte zu gehen und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie es wäre, Mainstream-Musik zu hören. Am liebsten mag ich schwitzige Kellerkonzerte, da ist die Stimmung oft am besten. Wenn ich mal nicht arbeite, bin ich am liebsten mit meiner Band Rather Raccoon unterwegs. Ich spiele Bass, singe und schreibe auch manchmal Songs. Durch die Band und das Klamotten-Label lerne ich viele gute Leute kennen. Ich mag dieses Miteinander am Punk. Es gibt einem die Möglichkeit, sich frei zu entfalten, unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe.

Fangirl-Vorfreude

Letztes Jahr warst du ja bereits mit einem Stand auf dem Rodeo vertreten – was hat dir besonders gut bei uns gefallen?
Das war tatsächlich mein erster Festival-Stand überhaupt. Es war super, das Wetter war Bombe und die Leute und die Stimmung sowieso. Ich mag das Festival total gerne und war auch zuvor schon öfter da. Das Line-Up ist einfach immer super – wobei ich davon am Stand leider nicht so viel davon mitbekommen habe. Aber ich habe richtig nette Leute kennengelernt und mir kurz Fehlfarben angeschaut.

Worauf freust du dich dieses Jahr am meisten?
Ich freue mich auf das gesamte Wochenende mit super Leuten, mega Musik und toller Stimmung. Und wo wir gerade bei Bands sind: Ich bin quasi ein Fangirl der Baboon Show und freue mich natürlich schon darauf, die vier bei euch wiederzusehen. G.B.H., Dwarves, Svetlanas und Bad Manners schau ich mir aber auch immer gerne an. In diesem Sinne: Kann losgehen!

Interview: Diana Ringelsiep

Wir freuen uns außerordentlich, die französische Band Les 3 Formages bestätigen zu können. Sie waren auf der letzten WIZO-Tour bei einigen Shows als Support dabei und konnten auf der ganzen Linie überzeugen.
 
Mesdames et messieurs, nous vous présentons:

Sie gehören zu den Urgesteinen unter den Melodic-Punk-Bands und blicken mittlerweile auf 27 Jahre Bandgeschichte zurück: No Fun At All. Zehn Jahre nach ihrem letzten Album erscheint kommende Woche nun die neue Platte „GRIT“, mit der die Schweden im Sommer auch auf dem Ruhrpott Rodeo aufschlagen werden. Sänger Ingemar Jansson hat mit uns über den neuen Sound der Band und sein deutsches Lieblingsessen gesprochen.

 
Foto: Jon Alexandersson

No Fun At All gibt es mittlerweile seit fast 30 Jahren. Was ist dir rückblickend in besonderer Erinnerung geblieben?
Einen der schönsten Momente erlebten wir gleich zu Beginn unserer Karriere, im Jahr 1994, als wir Pennywise in einem kleinen Club namens Kafé 44 in Stockholm supportet haben. Der Laden war auf ca. 150 Leute ausgelegt, doch draußen standen an die 400 Kids auf der Straße. Also fragten uns die Jungs von Pennywise, ob wir bereit wären, einen Double-Gig zu spielen und wir sagten: „Hell, yes!“ Wir ließen die ersten 200 rein und der Club platzte aus allen Nähten. Die Show war der Wahnsinn. Als wir fertig waren, machten die nassgeschwitzten Leute Platz für die nächsten 200 und wir spielten das komplette Konzert noch mal. Das war eine verrückte Nacht.

Vor einem Jahr habt ihr euren Fans zwei neue Bandmitglieder vorgestellt. Woher kanntet ihr Fredrik und Stefan und wie kommt ihr mit dem neuen Line-up zurecht?
Stefan kannten wir bereits durch seine alte Band Atlas Loosing Grip, mit der wir einige Male zusammen auf Tour waren. Fredrik kannten wir hingegen nicht persönlich, lediglich seine vorherigen Bands waren uns ein Begriff: Twopointeight, Fas 3 und Knivderby. Die neue Zusammensetzung funktioniert wirklich gut und fühlt sich richtig an. Stefan und Fredrik sind großartige Musiker, die absolut wissen, was sie tun.

Neuer Sound

Zehn Jahre nach „Low Rider“ erscheint am 13. April 2018 euer neues Album „GRIT“, das von Millencolin-Gitarrist Mathias Färm produziert wurde. Was macht einen guten Produzenten aus und wie würdest du den Sound der neuen Platte beschreiben?
Ein guter Produzent kann hören, wohin eine Band möchte und erweckt diesen Sound zum Leben. Die Zusammenarbeit mit Mathias hat die ganze Zeit über unglaublich viel Spaß gemacht. Er ist ein lustiger Typ, wir kennen uns mittlerweile schon über 20 Jahre. Mit seiner Hilfe haben wir einen komplett neuen Sound geschaffen – „GRIT“ klingt zwar noch immer nach No Fun At All, doch insgesamt ist das Album anspruchsvoller als seine Vorgänger.

Im Juli werdet ihr auf dem Ruhrpott Rodeo spielen. Mit welchen Gefühlen siehst du als Sänger großen Shows wie dieser entgegen?
Die größte Herausforderung ist es, als Band die riesige Hauptbühne zu füllen. Doch was das angeht, habe ich Glück – meistens stehe ich an einem Fleck, während die anderen die ganze Zeit über herumlaufen müssen. Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr. Touren gehört zu den besten Dingen überhaupt im Leben.

Tourbus-Aroma

Was genau macht das Tourleben denn zu einer so großartigen Sache und gibt es auch etwas, das nicht ganz so toll ist?
Es gibt einfach nichts Besseres als jeden Abend für andere Leute zu spielen, die deine Musik lieben. Aber auch das Reisen an sich macht sehr viel Spaß. Wir lernen ständig neue Menschen kennen, kommen an spannende Orte und essen interessante Dinge. Was will man mehr? Bloß der Gestank der fauligen Bühnenklamotten dürfte für meinen Geschmack etwas weniger penetrant sein.

Und zum Schluss: Verrate uns bitte, was du in Deutschland am liebsten isst, wo du am liebsten bist und welche Band dir am besten gefällt.
Ich liebe alles mit Knödeln, bin gerne in Berlin und mag Kraftwerk.

Interview: Diana Ringelsiep